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Karabach - vom Altertum bis zur Zeit der Khanate

  


Karabach, die historischen Gebiete von Aserbaidschan, ist einer der Stätten mit der ältesten Geschichte. In der Höhle Azıh wurden Siedlungen von Menschen entdeckt. Diese Siedlung beweist, dass Aserbaidschan, vor allem Karabach einer der ersten Siedlungen von Menschen zusammen mit Mittelmeer und Ostafrika ist.
1968 wurde in den unteren Schichten der Höhle Azıh ein Unterkiefer des Menschen entdeckt. Es wird angenommen, dass diese Menschen vor 350-400 Tausend Jahren gelebt haben. Die Kultur in Karabach wird eher durch die Höhle Taglar vertreten.
In der neolithischen (v. Chr. VI. - IV. Jahrtausend), Bronze- und Eisenzeit (v. Chr. Ende des IV. Jahrtausends - Anfang I. Jahrtausend) kamen in Karabach große Veränderungen zustande. Die letzte Bronzezeit und die erste Eisenzeit (v. Chr. XIII. – VII. Jahrhundert) wird als Hocalı - Gedebey - Kultur bezeichnet. Der Friedhof von Hocalı aus dieser Zeit wurden auf dem archäologischen Denkmal Keilschrift des assyrischen Herrschers Adadnirari und Perlen gefunden. Diese Funde bestätigen die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen mit dem Mittelalter.

Seit frühen Zeiten dauerten zusammen mit den wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen auch die politischen Prozesse an. Im Süden von Aserbaidschan existierte der mächtige Staat Manna (v. Chr. IX.-VI. Jahrhundert). Manna konnte nach Kriegen mit den Assyrern und Urartu seine Unabhängigkeit bewahren. Die Gebiete im Norden Aserbaidschans und das Gebiet in Karabach blieben von der Invasion der Urartu verschont. In dieser Zeit gab es im Allgemeinen im Südkaukasus (Zakafkasya) keine armenische Ethnik. Den Informationen von namhaften Forschern zufolge befand sich das eigentliche Gebiet der Urartu außerhalb der Grenzen der UdSSR. Das Gebiet, wo im Altertum und im Mittelalter die Armenier zusammen lebten, war weit entfernt von den heutigen Grenzen der Republik Armenien. Der Staat der Med, welcher der Existenz es Urartu-Staates ein Ende setzte (v. Chr. 672-550) änderte sich die Lage. Die Med dominierte den südöstlichen Zakafkasya. Dieser Zustand dauerte auch während der Epoche der Ahameni an (v. Chr. 550-330).
Nachdem Alexander der Große (v. Chr. 336-323) den Staat der Ahameni auflöste, begann bei den politischen Ereignissen im Norden Aserbaidschans eine neue Stufe. Daraufhin wurden nach einer kurzen Herrschaft des makedonischen Herrschers Alexander und nach dessen Tod im Süden von Aserbaidschan der Staat Atropatene, im Norden Albanien gegründet.
Im IV. Jh. v. Chr. und später umfasste Atropatene auch die Gebeite im Norden Aserbaidschans und zu dieser Zeit gehörte auch ein Teil der Gebiete, die dem Gebiet Karabach angehörten, diesem Staat in Aserbaidschan an. Der zur gleichen Zeit mit Atropatene gegründete Staat Albanien existierte zwischen v. Chr. IV. – n. Chr. VIII. und spielte in der 1200 jährigen Epoche in der Geschichte von Aserbaidschan eine große Rolle. Das gesamte Gebiet von Karabach gehörte Albanien an und dieser Staat kämpfte auf unvergleichliche Weise um die Wahrung von Karabach in seinem eigenen Territorium und schaffte dies auch bis auf ein paar Ausnahmen.
Genau wie Karabach dem aserbaidschanischen Albanien angehört, waren die hier existenten ethnischen Völker wie die Uti, Gargar u. a. albanische Stämme. Die ersten Armenier traten im Südkaukasus (Kaukasus) erst nach v. Chr. II. Jahrhundert auf. Mit dessen Auftauchen im Gebiet begannen auch die Angriffe auf die einheimischen Völker. Die Armenier bezeichnen das in dieser Zeit im Osten von Kleinasien existente armenische Zarentum angeblich als „Großes Armenien“ und versuchen alle Gebiete, in der sie sich ansiedelten, als armenisches Gebiet zu bezeichnen.
Nachdem das Römische Reich 66 v. Chr. den Tigran II. zunichte gemacht hatte, ging die erfundene Legende über den „Großen Armenien“ in die Brüche. Sie werden zu Vasallen der Römer. Diese Lage dauert bis zum IV. Jahrhundert an. In dieser Zeit führte der aserbaidschanisch-albanische Staat weiterhin eine unabhängige Politik und die Ortschaften von Karabach gehörten diesem Staat an.

Auch die imposante Erzähllyrik «Kitab-ı Dede Korkut» legt dar, dass Karabach Aserbaidschan angehört und hier seit jeher türkische Völker gelebt haben. Die Erzähllyrik „Dede Korkut“ verbreitete sich im VI. – VII. Jahrhundert in Karabach du ganz Aserbaidschan, vor allem um den See Gökçe. Das auf Erlass des Herrschers der Aqqoyunlu, Uzun Hasan (1453-1478), gechrieben berühmte Werk Oğuzname (im Werk von Ebu Bekir Tehrani aus dem Jahr 1470 mit dem Namen “Kitab-Diyarbekriye”) steht auch, dass die Hochebenen des Gökçe-Sees und Karabach den früherehn türkischen Stämmen der Oghusen angehören, der Khan der Oghusen um den Gökçe-See beerdigt wurde, Khan Bayandur in Karabach, in den Hochebenen des Gökçe-Sees gelebt hat und dort auch begraben wurde.
Wichtige historische Änderungen in Karabach fanden während den Invasionen durch das arabische Kalifat Universität der Auslöschung des albanischen Staates statt. Bis zur Invasion durch die Araber war die Bevölkerung von Karabach hinsichtlich der Abstammung gleich, und obwohl diese aus der aserbaidschanisch-albanischen Abstammung war, entstand aufgrund der Politik des arabischen Kalifats über Aserbaidschan in einigen Regionen eine religiöse Dominanz der Armenier, was sich mit der Zeit auch im ethnischen Bereich bemerkbar machte: die Geschichte von Albanien beginnt mit der Gregorianisierung Universität danach der Armenisierung der Bevölkerung der Region Arsakh.

Anfang des IX. – XIII. Jahrhunderts, an dem diese Prozesse begannen, vor allem während der ganzen Epoche der Saci – Atabey - Şirvanşah war die Epoche, wo im ganzen Südkaukasus die Dominanz von Aserbaidschan begann. Die Saci und Atabey hatten faktisch die historischen Gebiete Aserbaidschans aus politischer Sicht vereint.
Das in den früheren Gebieten von Albanien gegründete Staat der Haçin erreichte zur Zeit des aus der Sippe der Mehrani stammenden Hasan Celal (1215-1261) seinen Höhepunkt. Aus diesem Grund steht in wichtigen historischen Quellen, dass dieser die Titel “Khan der Länder von Haçin”, “Großer Khan der Länder Haçin und Arsakh” und “Herrscher von Albanien” trug. Insofern gehören alle Titel von Hasan Celal der Geschichte von Aserbaidschan und Albanien an. Zu seiner Zeit wurde das Prachtstück der albanischen Architektur, das Kanzasar-Kloster erbaut.

Während den ersten Feldzügen der Mongolen (1220-1222) wurde dem abgeschwächten Staat der Atabey durch Harezmşah Celaleddin ein Ende gesetzt. Während seiner Herrschaft in Aserbaidschan (1225-1231) unterlag die Region Karabach seiner Kontrolle. Nach dem zweiten Feldzug der Mongolen und nach dem Ende der Invasion Aserbaidschans (1231-1239) trat Karabach wie die anderen Gebiete von Aserbaidschan auch, der Herrschaft des Khanats Ali Moğol (1239-1256), später dem Staat der Hülagü (İlhanlı) (1256-1357) bei. Die Informationen zur Geschichte Karabachs in dieser Epoche sind umfassender. Im XIII. – XIV. Jahrhundert spielte Karabach in der politischen Geschichte der Hülaku eine wichtige Rolle. Selbst dies ist unseres Erachtens nach ausreichend: zwei der mongolischen Herrscher, Khan Kazan und Khan Arpa, kamen aus Karabach an die Macht. Die beiden andern Herrscher, Khan Argun und Khan Ebu Said starben in Karabach.

Im XV. Jahrhundert befand sich Karabach innerhalb der Staaten von Aserbaidschan Karaqoyunlu (1410-1467) und Aqqoyunlu (1468-1501), doch während der Zeit der Karaqoyunlu fand ein wichtiges Ereignis statt, was in der späteren Geschichte von Karabach eine wichtige Rolle spielten sollte. Im XV. Jahrhundert erhielt die Generation des früheren albanischen Herrschers Hasan Celal (Celali) durch den Herrscher der Karaqoyunlu Scheich Cihan den Titel „König“. Später wurden die Gebiete der Celali in fünf albanische feudale Gebiete (Gülistan, Ceraberd, Haçin, Verende, Dizak) unterteilt.
Nach Gründung des Safevi-Staates in Aserbaidschan (1501) begann die Zentralisation der gesamten aserbaidschanischen Territorien. Mitte des XVI. Jahrhunderts wurde die Vereinigung der aserbaidschanischen Territorien zu einem Staat abgeschlossen. Somit wurde der Safevi-Staat von Aserbaidschan nach dem Osmanischen Reich zur zweitstärksten Macht der Region. In dieser Zeit hatten die Armenier weder aus ethnischer noch aus politischer Sicht irgendeine Herrschaft, im Gegenteil, die ethnischen und politischen Grenzen Aserbaidschans waren zu dieser Zeit eindeutig ausgeprägt.
Die Safevi haben in Aserbaidschan 4 Fürstentümer gegründet. Eines davon war Karabach bzw. Gence. Die Bücher des Osmanischen Reiches über dieses Gebiet legt die administrative Einteilung dieser Regionen eindeutig dar. Den Daten aus dem Jahr 1593 zufolge wurde der Staat Gence - Karabach in 7 Provinzen und 36 Ortschaften eingeteilt. Die bis dahin registrierten 1,3 Tausend Siedlungen hatten allesamt aserbaidschanisch-türkische Bezeichnungen.
Nach Abschwächung des Safevi-Staates wurden die Territorien von Aserbaidschan zu einem Schlachtfeld von Iran, Russland und des Osmanischen Reiches. In dieser Zeit befanden sich die Gebiete von Gence und Karabach innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches. Auch die in dieser Zeit organisierten osmanischen Bücher beweisen, dass die Aserbaidschaner die eigentliche Bevölkerung darstellen.
Den Berechnungen zufolge betrug im Jahr 1727 die Bevölkerung der Provinzen Gence und Karabach 122 Tausend. 80,3 Tausend (66%) waren Aserbaidschaner, 37,8 Tausend (31%) Armenier (korrekt: gregorianisierte und armenisierte Albaner), 3,7 Tausend (3,1%) Kurden.

Die in dieser Zeit mithilfe von Russland gregorianisierten Albaner begannen politisch aktiv zu werden. Andererseits verhängte Nadir Şah Afşar (1736-1747), welcher nach dem Sturz des letzten Herrschers der Safevi, Abbas III. an die Macht kam, gegen die Herrscher der türkisch-muslimischen Bevölkerung von Gence - Karabach, welche diesen nicht als offiziellen Herrscher anerkennen wollten, schwere Strafmaßnahmen. Dies stärkte die Position der albanischen Herrscher von Karabach und beschleunigte die Diskriminierung. nach dem Tod von Nadir löste sich sein Staat auf und es entstanden in Aserbaidschan regionale Staaten und Khanate, anders ausgedrückt: Aserbaidschan konnte mithilfe der Khanate seine Unabhängigkeit erneut erstellen. In der früheren Provinz Gence - Karabach wurden in Aserbaidschan die beiden Khanate Gence und Karabach gegründet.




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