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Ethnischenr Bestand

  


Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb der armenische Historiker N. Adons hinsichtlich der Abstammung der Armenier, dass die Armenier in Frigya aufgrund der Angriffe der Kimmerer im 7. Jahrhundert v. Chr. die Gebiete in Kleinasien, wo sie zwangsweise eingekesselt waren, verließen und isch mit dem Volk der Aramey vermischten. Aufgrund der Fusion der Bewohner von Frigya mit den Einwohnern Arameischer Abstammung wurde der Kern des armenischen Volkes geformt. Die doppelte Bezeichnung der Armenier als Hayk und Armenius ist der sicherste Beweis, dass diese aus zwei Völkern bestehen. Anfang des letzten Jahrhunderts schrieb ein anderer armenischer Forscher, B. Işhanyan, folgendes: „Der eigentliche Staat der Armenier … ist Kleinasien, d. h. er liegt außerhalb der Grenzen Russlands und außer ein paar armenischen Regionen im Südkaukasus (vor allem in der Region Irewan) waren diese in unterschiedlichen Regionen des Kaukasus im letzten Jahrhundert zerstreut“. 
Auch die armenischen Historiker des frühen Mittelalters wie Ananiya Şiraklı, Moisey Horenli u. a. bestätigen, dass Bergkarabach (Arsak) eines der historischen Staaten von Albania war. Im Werk von Musa Kalankatlı „Albanische Geschichte“ sind keinerlei Angaben über das Leben der Armenier in Arsak vorhanden.

In historischen Dokumenten zur Einwohnerzahl von Karabach aus dem Jahr 1823 steht, dass es damals in Karabach eine Stadt und 629 Dörfer gab. 436 von diesen Dörfern waren aserbaidschanisch, 161 armenisch, 2 ohne einheitliche Abstammung. Bei 30 Dörfern konnte die ethnische Abstammung nicht festgestellt werden. Gemäß den Einwohnerzahlen aus dem Jahr 1823 wurden auch Siedlungen mit 2, ja sogar mit 1 Haus mit armenischen Bewohnern als armenische Dorf bezeichnet. Das legt dar, dass die Dörfer, deren ethnische Zusammensetzung nicht festgestellt werden konnten, hauptsächlich türkische Dörfer waren.
Gemäß den historische Daten haben nur Einwohner türkischer Abstammung das Khanat von Karabach während des russisch-iranischen Krieges verlassen. Den Daten aus der Volkszählung aus dem Jahr 1823 sind keinerlei Daten darüber vorhanden, dass Armenier Karabach verlassen haben. Im Gegenteil: gemäß den erwähnten Unterlagen haben zwischen 1817-1823 sind ins Khanat Karabach aus den Regionen Hoy, Beyazid, Van und Iran Armenier zugezogen. Am 24. April 1828 wurde Lazarev, dem Leiter der Paskeviç-Umsiedlungspolitik, die Anweisung erteilt, einen Großteil der Armenier, vor allem die armen Menschen nach Karabach um zusiedeln.
1911 schrieb der russische Forscher N. Şavrov, dass zwischen 1828 und 1830 aus dem Iran 40000, aus der Türkei 84600 Armenier nach Südkaukasus umgesiedelt wurden und in den Gouvernements Yelizavetpol und Irevan, vor allem in den Bergregionen von Yelizavetpol (Bergkarabach), wo es früher keine Armenier gab und an der Küstenregion der See „Göyçe“ diese sich niederließen. Şavrov schrieb auch, dass von den mehr als 1 Million 300 Tausend Armeniern im Südkaukasus mehr als 1 Million Armenier sind, die in diese Region umgesiedelt wurden.
In Artikel 15 des „Türkmençay-Vertrages“ vom 10. Februar 1828 befand sich eine Bestimmung über die Umsiedlung von Armeniern. Um die Umsiedlung der Armenier zu organisieren, wurden die Umsiedlungskomitees von Irevan und Nachitschewan gegründet. Den Auswanderern wurden wichtige Privilegien gewährt. Sie wurden für 6 Jahre von der Zahlung von Steuern und Verpflichtungen befreit. Auch die Abfindung aus dem Iran wurde erhöht. Gemäß dem Erlass der Imperators Nikolay I. vom 21. März 1828 wurden die Khanate Nachitschewan und Irevan von Aserbaidschan aufgelöst, stattdessen eine neue administrative Region mit der Bezeichnung „Armenisches Gebiet“ unter der Leitung von russischen Richtern erstellt. 1849 wurde die Bezeichnung dieser Region geändert und als Gouvernement von Irevan bezeichnet. Ende 1922 wurde der Plan vorgeschlagen, Karabach in administrative Bergregionen und Talregionen zu unterteilen. In diesem Zusammenhang hat eine Kommission bestehend aus Karayev, Dövletov und Mirzoyan einen Vorschlag erstellt und diesen bei der Parteiversammlung des transkaukasischen Regionalkomitees vorgelegt. Mit Vorschlag des Regionalkomitees hat die kommunistische Partei von Aserbaidschan am 1. Juli 1923 der Autonomen Provinz Bergkarabach die Autonomie verliehen und am 7. Juli der Beschluss veröffentlicht. Somit wurde die Autonome Republik Bergkarabach gegründet.
Die Autonome Republik Bergkarabach wurde damals aufgrund der Verantwortungslosigkeit der an der Macht stehenden Personen nicht gemäß geographischer Kriterien, sondern ethnischen Kriterien gegründet. Dies führte zu einem Beschluss zugunsten der Armenier. Als Beispiel ist zu nennen, dass die 10-20 km entfernten aserbaidschanisch-türkischen Dörfer in der Nähe der Ortschaft Ağdere nicjht innerhalb den Grenzen der Republik eingeschlossen wurden, dagegen 40-60 km entfernte armenische Dörfer mit eingenommen wurden. Somit wurden die Berg- und Talregionen von Karabach voneinander getrennt.
Der allgemeinen Volkszählung aus dem Jahr 1989 zufolge betrug die Zahl der Aserbaidschaner 40,6 Tausend. Ab und an verhinderten zwangsweise Deportation der Aserbaidschaner aus ihrem eigenen Vaterland, dass diese Zahl ansteigt.



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