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Kemenche

  



Die Kemenche ist ein Streich- und Saiteninstrument. Unterschiedliche Arten sind unter den Völkern im Osten und dem mittleren Osten verbreitet. Die Nutzung dieses Instruments fand in Aserbaidschan in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts statt und hängt in Zusammenhang mit der Entwicklung der Kunst in adeligen Kreisen zusammen.
Die ersten Instrumente wurden aus Kürbissen und Kokosnüssen hergestellt und mit Elfenbein verziert. Es wird angenommen, dass die Kemenche mit einer oder zwei Saite aus dem Instrument Komuz abstammt. Kamança wurde in den klassischen Werken des Mittelalters verwendet. Seyid Ali, ein Mitglied der Tebriz-Schule des 16. Jh. hat in seinem Werk „Müzik Meclisi - Musikensemble“ die Instrumente Berbet, Def und Kemençe dargestellt.
In den Werken von Ebdülgadir Meraği sind zusammen mit anderen Instrumenten auch die Kemençe genannt und Informationen hierzu gemacht. Der deutsche Reisende E. Kempfer, der im 17. Jh. in Aserbaidschan unterwegs war, hat angegeben, dass die Kemençe drei und manchmal vier Saiten hatte und eine sehr schöne Klangfarbe hat.
Im letzten Jahrhundert gab es auch Kemençe mit drei, vier und sogar fünf Saiten. 
Die Kemenche besteht aus einer Stange, die durch den Korpus, den Hals und den Kopf verläuft. Der Korpus, der Hals und der Kopf werden mit besonderen Werkzeugen aus Walnussholz hergestellt. Auf die vordere Seite des Korpus wird die Haut eines Fisches gespannt. Damit das Instrument besser klingt, ist die bestimmte Entfernung zwischen dem Hals und den Saiten wichtig. Die Länge des Instruments beträgt 700 mm, die Höhe des Korpus 175 mm, die Breite 195 mm.
Der Tonumfang reicht vom „a“ der kleinen Oktave bis zum „a“ der dritten Oktave. Die Noten für die Kemençe werden im G-Schlüssel geschrieben und transponiert einen Ton höher.





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