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Humanitäre Katastrophe

  



Flüchtlinge und zwangsweise Vertriebene
Aufgrund der letzten ethnischen und geplanten Säuberungspolitik von Armenien zwischen 1988-1992 wurden 250 Tausend Aserbaidschaner, die seit frühen Zeiten in diesen Gebieten gelebt haben, vertrieben und mussten Zuflucht in Aserbaidschan finden. Außerdem haben in den 1990er Jahren 50 Tausend Ahıska-Türken aus Mittelasien in Aserbaidschan Zuflucht gefunden.
Nach den Angriffen der armenischen Streitkräfte zwischen 1988 und 1993 wurden 20 Prozent des Gebiets von Aserbaidschan, Bergkarabach, ferner 7 Kreisstädte besetzt. Aus Bergkarabach, den Kreisstädten in der Region, ferner aus Armenien oder Gebieten, die an Bergkarabach angrenzen, mussten 700 Tausend Aserbaidschaner ihr Territorium verlassen und vorübergehend in 62 Städten und Kreisstädten, ferner in mehr als 1600 Siedlungsgebieten untergebracht.
Außerdem gibt es in Aserbaidschan mehr als 11 Tausend Menschen, die auf den Status eines „Flüchtlings“ warten (die auf der Suche nach einem Ort, wo sie sich niederlassen können). Die meisten davon waren russische Staatsbürger tschetschenischen Ursprungs, Afghanen, Iraner, Iraker und Palästinenser. Somit gibt es in Aserbaidschan ungefähr eine Million Flüchtlinge, Immigranten und Personen, die den Status eines Flüchtlings bekommen wollen.
In Bergkarabach und den umliegenden Regionen sind in der Autonomen Republik Nachitschewan 1 von 2 Dörfern, in der Kreisstadt Ağdam 80 von 81 Dörfern, in der Kreisstadt Fuzuli ilçesinin 54 von 76 Dörfern, in der in der Kreisstadt Terter 13 Dörfer und in der Kreisstadt Gazah sind 6 von 12 immer noch besetzt.

Gefangene, Geiseln und Vermisste
Im Bericht der staatlichen Arbeitsgruppe zu Gefangenen, Geiseln und Vermissten wurde bekannt gegeben, dass seit Anfang 2006 bis heute bei 76 Personen deren Status festgestellt werden konnte und ihre Namen gestrichen wurden. Somit betrug die Zahl der seit dem 18. April 2006 gefangenen und vermissten Personen 4600. Davon waren 3696 Soldaten, 904 Zivilpersonen. Von den Zivilpersonen waren 52 Kinder (18 Mädchen), 394 alte Menschen (179 davon Frauen), 99 Frauen mittleren Alters, 359 Männer mittleren Alters. Es gab Informationen, dass von den vermissten 4600 Personen 783 gefangen genommen wurden.
Von den Gefangenen wurden 1381 freigenommen. 340 davon waren Frauen, 1041 waren Männer. Gleichzeitig wurden 169 Kinder (65 Mädchen), 286 alte Menschen (110 davon Frauen), 164 Frauen mittleren Alters, 775’i Männer mittleren Alters.
Während der Analyse der Informationen der staatlichen Arbeitsgruppe wurde festgestellt, dass 451 Personen während der Gefangenschaft getötet wurden oder aus anderen Gründen gestorben sind. 86 davon waren Frauen, 365 Männer. Nur 124 davon sind namentlich bekannt, 69 Personen konnten nicht identifiziert werden.

Während der Gefangenschaft verstorbene Menschen
Die Informationen der staatlichen Arbeitsgruppe zu Gefangenen, Geiseln und Vermissten legten dar, dass gegen die Staatsbürger der Republik Aserbaidschan während deren Gefangenschaft in Armenien alle internationalen rechtlichen Normen verletzt wurden, ferner die Bestimmungen des Haager Abkommens von 1949 über den «Schutz der Kriegsgefangenen» hinsichtlich Tötung, Verletzung, Misshandlung, Erniedrigung oder Folter übertreten wurden. Die Massentötung von Zivilpersonen während des Angriffs der Republik Armenien in Aserbaidschan, die körperliche und seelische Folterung von Staatsbürgern von Aserbaidschan in Armenien und den besetzten Gebieten Bergkarabach von Aserbaidschan, die Misshandlung, die zwangsweise hervorgebrachten Selbstmorde wegen der Erniedrigungen, die kaltblütige Ermordung oder die Toten wegen Folter bestätigen diese Angaben.

Einige davon sind nachstehend angegeben:
Während der Besetzung der Kreisstadt Hocavend durch armenische Milizen (17.02.1992) wurden 80 Gefangene von 117 aus dem Dorf Hocalı erschossen. Dies können die Dorfbewohner Seyyur Nağıyev, Şahruz Aliyev u. a. bezeugen.
Es gibt Zeugen aus dem Dorf Karadağlı der Kreisstadt Hocavend darüber, dass die Armenier im Februar 1992 zehn Personen lebendig verbrannt haben. Während des Großangriffs der armenischen Milizen vom 1. April 1993 in der Kreisstadt Kelbecer in Aserbaidschan wurde von der Radiostation in der Kreisstadt Vardenis von Armenien («GSM-7») zur Radiostation im Kriegsgebiet Kelbecer («Uragan») der Befehl zur Weiterleitung an alle regionalen Radiostationen vermittelt. In diesem Befehl wurde die sofortige Hinrichtung der gefangen genommenen aserbaidschanischen Staatsbürger und der älteren Menschen, Frauen und Kinder verlangt. Der Grund hierfür war die Verschleierung der gegen die Aserbaidschaner durchgeführten Bestialitäten gegen die internationalen Delegationen und Journalisten, die sich im Kriegsgebiet befanden. Der Text der armenischen Kommandanten während der Sendung wurde durch den Nachrichtendienst des Sicherheitsministeriums der Republik Aserbaidschan zwischen 6. - 7. April 1993 aufgezeichnet.
Nach Besetzung der Kreisstadt Kelbecer wurden 15 Bewohner des Dorfes Başlıbel von den Armeniern sofort getötet. 
Den Aussagen der von den Armeniern gefangen genommenen und 1994 freigelassenen Ahmedov-Familie zufolge haben die Armenier am 17. August 1993 in der Kreisstadt Fuzuli, Dorf Gacar 25 Zivilisten vor deren Augen hingerichtet.
Am 16. Februar 1994 erklärte das armenische Außenministerium der Republik Armenien, dass angeblich 8 aserbaidschanische Gefangene erschossen wurden, weil diese angeblich flüchten wollten. Nach erfolgter gerichtsmedizinischer Untersuchung sagte ein Mitglied des Verwaltungsrates für internationales Recht und sozialmedizinischer Akademie und Mitglied der Organisation «Ärzte für die Menschenrechte» von Großbritannien, Prof. Derek Paunder, dass die aserbaidschanischen Gefangenen mit derselben Waffe aus kurzer Entfernung durch Kopfschüsse getötet wurden und lehnte die Behauptung, dass diese «während eines Fluchtversuchs erschossen wären», ab. 
Der freigelassene İsrayıl İsmayılov sagte, dass drei gefangene Aserbaidschaner auf einem armenischen Friedhof enthauptet wurden.

Folter während der Gefangenschaft
Wie aus den Unterlagen der staatlichen Arbeitsgruppe zu Gefangenen, Geiseln und Vermissten hervorgeht, hat Armenien gegen gefangen genommene Aserbaidschaner absichtlich einen Völkermord begangen. Hunderte von aserbaidschanischen Staatsbürgern, darunter Kinder, Frauen und alte Menschen, wurden während der Gefangenschaft Opfer von grausamen Foltermethoden. Sie wurden geschlagen, verkrüppelt, mit Kreuzen gebrandmarkt, die Fingernägel und Zähne herausgerissen, Salz auf Wunden aufgetragen, mit Knüppeln zu Tode geprügelt, Benzin injiziert.



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