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Schwerwiegenden Folgen der Besatzung

  



Die Kreisstädte Laçın, Kelbecer, Gubadlı, Zengilan, Cebrayıl, Füzuli Ağdam (Stadtzentrum und ein Großteil des Gebiets), Füzuli (Stadtzentrum und ein Großteil des Gebiets) von Bergkarabach und Umgebung der Republik Aserbaidschan wurden zwischen 1989 und 1993 durch Armenien besetzt. Heute befindet sich die 198 km Grenze zwischen Aserbaidschan und Iran und 360 km zwischen Aserbaidschan und Armenien beginnend von der Kreisstadt Füzuli, Ortschaft Horadiz bis zur Grenze der Kreisstadt Zengilan, insgesamt  558 km unter der vollen Kontrolle von Armenien. Gebäude aus der Zeit der UdSSR, Grenzkontrollpunkte, Anlagen, die Grenzlinien wurden durch Armenien zerstört. Am Grenzstück zwischen Aserbaidschan und Iran, das durch Armenien belagert wird, erfolgt Schmuggel und ab und an Rauschgifthandel. Außerdem werden von dieser Grenze der Transport der in den besetzten Regionen von Aserbaidschan befindlichen Baumaterialien von Wohnungen und Sozialanlagen, Bäume, die in den Wäldern gefällt wurden, vom Nachbarstaat Iran nach Armenien transportiert.
Ferner wurden im Grenzgebiet zwischen Aserbaidschan und Armenien die Kreisstädte Kerki, Gazah die Ortschaften Aşağı Ekipara, Yuharı Eskipara, Guşçu Ayrım, Barhudarlı u. a. der Autonomen Republik Nachitschewan zerstört und besetzt. Die Besetzung dieser Dörfer ist auch für den auf dem Ağstafa-Fluss befindlichen Staudamm eine Gefahr, welcher sehr wichtig für die Wirtschaft des Westens von Aserbaidschan ist. Die Kapazität des Ağstafa-Staudamms beträgt 120 Millionen m3, der Kanal ist 72,3 km lang und begleicht die Wasserbedürfnisse der Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen der Gebiete Gazah, Ağstafa, Tovuz und Şemkir .

In den besetzten Gebieten wurden seltene und wertvolle Erze gefunden. Die wichtigen Kupfer- und Zinkreserven wurden in Mehmana, östlich des kleinen Kaukasus gefunden. Hier wurden fertige Erze gefunden. Quecksilber-Quellen, die wichtig für die Industrie sind, wurden in Şorbulag und Ağyatag der Ortschaft Kelbecer gefunden.
Die besetzten Gebiete sind reich an für die Industrie und das Bauwesen Aserbaidschans wichtigen Materialien. In den Regionen Çobandağ (140 Millionen Tonnen Kalk und 20 Millionen Tonnen Lehm), Şahbulaq (25 Millionen Tonnen Lehm), Boyehmedli (45 Millionen Tonnen Lehm) ist ein großes Potential an Baumaterialien vorhanden. In Hankendi gibt es große Steinbrüche, in Harov Marmor. In den besetzten Gebieten gibt es ca. 120 Heilquellen unterschiedlicher Eigenschaften, die für die Therapie verwendet werden können. Unter diesen sind die in der Ortschaft Kelbecer, Region Yuharı und Aşağı İstisu, Bağırsag, Keşdek, in der Ortschaft Laçın, Region İlıgsu, Minkend, in der Ortschaft Şuşa, Region Turşsu, Sırlan u. a. sehr wichtig. Die in der Ortschaft Kelbecer vorhandene Heilquelle ist aus Sichht der Gase, der Mineralien und der hohen Temperatur sehr wichtig. Die Quelle in İstisu ist für innere und äußere Krankheiten sehr wichtig. In İstisu wurden in den 1980er Jahren große Kurzentren und eine Mineralwasserfabrik errichtet. In dieser Fabrik wurden pro Tag 800 Tausend Liter Wasser abgefüllt. Die Heilquellen von Turşsu befinden sich 17 km von der Stadt Şuşa in Aserbaidschan entfernt. Durch die Heilbäder in Turşsu werden unterschiedliche innere Krankheiten kuriert. Hier erfolgt auch die Versorgung der Stadt Şuşa. In den Ortschaften Turşsu und İsa wurden seit Jahrhunderten die Lieder- und Gedichtsgruppen organisiert. Es muss hier auch betont werden, dass 36 % des gesamten geologischen Potentials von Aserbaidschan an Heilquellen sich besetzt sind.
In den meisten Betriebe in Bergkarabach wurden die von den Ortschaften von Aserbaidschan eingeholten Brennstoffe, Rohstoffe und Materialien bearbeitet. Viele davon arbeiten als Filialen der Betriebe von Baku.

Zwischen Bergkarabach und Aserbaidschan sind folgenden umfangreichen Beziehungen vorhanden:
1) Genossenschaftliche Beziehungen der Produktion, d. h. vollkommene Handelsbeziehungen, ferner nach Rohstoffen und Bennstoffe; 2) Warenumlauf; 3) Technische Ausrüstungen; 4) Verkehr und Spedition; 5) Wissenschaftliche und technologische Beziehungen; 6) Staatsverwaltung; 7) Beziehungen betreffend Schulbildung und Kultur.
Somit kann nach intensiven Nachforschungen dieser erwähnten Beziehungen festgestellt werden, dass in jener Zeit zwischen Bergkarabach und Aserbaidschan intensive Beziehungen vorhanden waren. Es muss hier auch betont werden, dass 1985 in der Region Hankendi von Karabach in der großen Seidenfabrik acht Prozent der Seidenraupen in Bergkarabach gezüchtet wurden. die restlichen Rohstoffe über 92 % wurden aus anderen Regionen Aserbaidschans gebracht. Obwohl das Volumen der Außenwirtschaft von Bergkarabach 1986 in Höhe von 0,3 % und 1,4 % mit Armenien stattfand, betrug der Export nach Aserbaidschan 33,3 %. Der Anteil des Imports lag noch sehr viel höher.
Die Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen in den besetzten Gebieten wurde nach armenischen Angriffen vernichtet. Von diesen Zerstörungen wurden außer Karabach auch die von Armenien abgeriegelte Autonome Republik Nachitschewan sehr viel mehr betroffen.
Das Gebiet in Bergkarabach liegt hinsichtlich der Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen nach Erivan, der Hauptstadt von Armenien und anderen größeren Industriegebieten sehr weit entfernt. Die Bergstraßen, die diese Regionen verbinden ist nicht für umfangreiche Speditionen geeignet.
Somit befanden sich alle durch Armenien okkupierten Gebiete in engem Zusammenhang mit Aserbaidschan. Die Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen und die wirtschaftliche Entwicklung stellt den Grundstein dieser Zusammenarbeit dar. Aus diesem Grund entbehren die Behauptungen Armeniens gegenüber Bergkarabach, welches seit jeher aus sozial-wirtschaftlicher Hinsicht ein unzertrennbarer Teil Aserbaidschan war, nur unter Berücksichtigung der nationalen Souveränität jeglicher Grundlage.
Die Invasoren haben die wertvollen Denkmäler von Şusa, einst die Hauptstadt des Khanats Karabach, zerstört, die nationale Architektur der Stadt ausgelöscht und nach armenischen Wünschen umstrukturiert. Im Laçın-Korridor von Aserbaidschan werden Verteidigungsanlagen errichtet.
Die gewaltsame Aneignung aserbaidschanischen Gebiets durch Armenien und die Umstrukturierung dieser Gebiete widerspricht dem internationalen Recht. Gemäß internationalen Recht sind alle Quellen in diesem Gebiet Eigentum von Aserbaidschan. Diese Eigentumsverhältnisse ist nur vorübergehend besetzt und muss auf jeden Fall dem eigentlichen Eigentümer Aserbaidschan zurück gegeben werden.
All diese Zustände legen folgenden Sachverhalt dar: die Verschleierung des bewaffneten Konflikts in Bergkarabach mit der Begründung, dass nationale Minderheiten das Recht hätten, ihr eigenes Schicksal zu bestimmten, entbehrt jeglicher rechtlicher und sozialwirtschaftlicher Grundlage.
Die Lösung des Problems der Wasserversorgung in Aserbaidschan ist heute sehr wichtig. Die Entwicklung der bewässerten Landwirtschaft, die Wasserversorgung der Städte und Dörfer in Aserbaidschan ist aufgrund des trockenen Klimas sehr wichtig. Bei der Bewirtschaftung der Wasserreserven des Landes spielt auch die Bergkette des Kleinkaukasus mit den zahlreichen Flüssen eine wichtige Rolle. Die Flüsse wie Terter, Hekeri, Haçınçay, Köndelençay u. a., welche die Arme des Kür-Flusses bilden und in diesen Bergen ihren Ursprung haben, tragen sehr viel Wasser. An einigen dieser Flüsse wurden Rückhaltebecken und Staudämme errichtet und Bewässerungskanäle gebaut. Einer der Flüsse, die auch für Bewässerung und Stormproduktion benutzt wird, ist das Wasserkraftwerk Terter. Diese Anlagen wurden 1976 mit den Investitionen der Aserbaidschanischen SSR gebaut. Die Besetzung dieser und anderer Bewässerungsanlagen durch Armenien, welche für Aserbaidschan von größter Bedeutung sind, ist eine große Bedrohung für unser Land. Der vom Wasserkraftwerk Terter errichtete Serseng-Staudamm und Kraftwerk ist z. Z. unter Kontrolle der armenischen Streitkräfte. Die Kapazität des Serseng-Staudamms beträgt 560 tausend m3. Mit diesem Staudamm werden die Böden in Terter, Ağdam, Berde, Goranboy im Umfang von 80,1 Tausend Hektar bewässert. Das die Wasserversorgung des Serseng-Staudamm durch die Besetzer unterbunden wurde, können die Gebiete in Aserbaidschan nicht bewässert werden.



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