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Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens

  


Staatsleute und Denker von Karabach 

Penahali Han Karabağlı (1693-1758)
Penaheli Han ist der Gründer des Khanats Karabach. Nach dem Tod von Scheich Nadir im Jahr 1747 hat Khan Penahali nach Bekämpfung der Emire, die gegen die Zentralisierung der Herrschaft waren, das Khanat Karabach gegründet. Er ließ 1750 in einem von Felsen umschlossenen dichten Wald zu Ehren von Khan Penahali die Burgstadt Penahabad, später Şuşa erirchten.

Mirze Ali Mehemmedağa (1747-1797)
Mirze Ali Mehemmedağa kam in Şuşa auf die Welt. Mirze Ali Mehemmedağa war Wesir des Khans von Karabach Khan İbrahim. Er trug zur Errichtung des Khanats Karabach bei und hatte Dienste in auswärtigen Angelegenheiten. Er vertritt das Khanat bei den Beziehungen mit anderen Khanate und den Staaten. Er war ferner Sonderbotschafter des Khans.

İbrahimhalil Han Cavanşir (1758-1806)
İbrahimhalil Han Cavanşir war Khan von Karabach und General. Er war Khan des zweiten Karabach.
Das Khanat Karabach entwickelte sich während der Epoche von Khan İbrahimhalil sehr schnell. Auch die Intellektuellen, Wissenschaftler und Künstler von Şuşa kamen während seiner Zeit zustande. In der Stadt beschleunigten sich das Bauwesen und die Geländeerschließung. Es wurden Paläste, Wohnungen, Festungsmauern errichtet, neue Schulen eröffnet.

Ebdülhüseyn Bey Hacibeyov (1840-1901)
Ebdülhüseyn Bey Hacıbeyov kam in der Stadt Şuşa auf die Welt. Er war der Darga von Hurşidbanu Natevan. Er diente im Palast von H. Natevan und war verantwortlich für sein Vermögen in der Region Kebirli.

Ağa Han Karabaği (1853-?)
Khan Ağa Karabaği (Sohn von Mirze Memmedbağır) kam in der Stadt Şuşa auf die Welt. Er wurde von Mullah erzogen. Nachdem A. Karabaği die Schule der Ortschaft beendet hatte, zog er in den Iran um und diente den Scheichs von Gacar. Vom Scheich bekam er den Titel „Khan“. Er spielte im politischen Leben des Iran und Süd-Aserbaidschan eine wichtige Rolle.

Behram Bey Ahundov (1872-1932)  
Behram Bey Ahundov kam in Şuşa auf die Welt. Er nahm an der Unabhängigkeitsbewegung Aserbaidschans teil. Er studierte von 1893 bis 1895 in Frankreich Naturwissenschaften und Medizin. Anfang des 20. Jahrhunderts nahm er aktiv am politischen Leben Bakus teil. B. Ahundov wurde während der Zeit der Volksrepublik Aserbaidschan (1918-1920) Parlamentarier und wurde in der Gruppe der Unabhängigen vertreten.

Behram Bey Vezirov (1886-1929)
Behram Bey Vezirov kam in Şuşa auf die Welt. Er nahm an der Unabhängigkeitsbewegung Aserbaidschans teil. Er beendete die „Realschule“ von Baku, ging auf die Hochschule für Forstwesen von St. Petersburg. Nachdem B. Vezirov diese Hochschule beendet hatte, wurde er zum Ingenieur für Forstwirtschaft. Er arbeitete in der Region Gah als Förster. Er Wurde gemäß Gesetz „über die Gründung des Parlaments von Aserbaidschan“ des Nationalrates von Aserbaidschan (19. November 1918) zum Abgeordneten der Allianz-Partei gewählt. Im Parlament nahm er an der Allianz-Gruppe teil. 

Cavad Bey Melik-Yeganov (1878-1942) 
Cavad Bey Melik-Yeganov ist einer der Gründer der Volksrepublik Aserbaidschan und kam in der Ortschaft Hocevend, Stadt Tuğ auf die Welt. Er war ein bekannter Staatsmann der Volksrepublik Aserbaidschan, einer der Gründer des Gewerkschaftsverbunds. Melik-Yeganov war Mitglied des Parlaments, Gründer der Gewerkschaft der moslemischen Arbeiter.


Ceyhun Bey Hacibeyli (1891-1962) 
Ceyhun Bey Hacibeyli Kam in Şuşa auf die Welt. Er war Staatsmann, Linguist, Historiker, Journalist und Übersetzer. C. Hacıbeyli hat mit Unterstützung des Millionärs Murtuza Muhtarov an der juristischen Fakultät von Petersburg studiert (1900), ging dann nach Paris, studierte an der Universität von Sorbonne weiter. Um an der Pariser Friedenskonferenz (1919-1920) teilzunehmen, war er als Berater der Delegation der Volksrepublik Aserbaidschan beigetreten. Nach der Einnahme Aserbaidschans im Jahr 1920 durch Russland konnte er nicht nach Aserbaidschan zurückkehren, musste in Paris leben. Er bemühte sich für die Bekanntmachung dr aserbaidschanischen Kultur in Paris.

Ebdülkerim Bey Mehmandarov (1854-1929) 
Ebdülkerim Bey Mehmandarov Kam in Şuşa auf die Welt. Er war Arzt, Facharzt für innere Krankheiten Universität Chirurg. E. Mehmandarov trug während der Zeit der Volksrepublik Aserbaidschan (1918-1920) der Entwicklung des Gesundheitssektors bei. Zur sowjetischen Zeit war er 1923 Chefarzt des Stadtkrankenhauses von Şuşa.

Ahmed Bey Ağaoğlu (1869-1939)
 Ahmed Bey Ağaoğlu kam in Şuşa auf die Welt. Er war einer der berühmten Denker des Türkentums in Aserbaidschan. Er war als Politiker, Journalist, Autor, Jurist bekannt.
Er absolvierte in Frankreich die Universität von Sorbonne. A. Ağaoğlu hat hier die Geschichte orientalischer Länder, Arabisch und Persisch gelernt.
Während der Epoche der Volksrepublik Aserbaidschan (1918-1920) wurde A. Ağaoğlu zum Abgeordneten gewählt. 1920 war er in der Türkei Direktor des Direktoriums für Verlage und wurde Abgeordneter für die Stadt Kars im türkischen Parlament. Er war Professor an der Ankara Universität, gleichzeitig Redakteur der Zeitung „Souveränität des Volkes“.

Emenulla Han Gacar (1862-1937)
Emenulla Han Gacar kam in Şuşa auf die Welt. Er war General (1917). Er ist Mitglied der Gacar-Sippe von Aserbaidschan. 
Nach Gründung der Volksrepublik Aserbaidschan (1918) hat E. Gacar an den Verteidigungsminister Semed Bey Mehmandarov einen Antrag gestellt und freiwillig den Militärdienst angetreten. Nach der April-Invasion (1920) ging er in den Iran und starb in Teheran.

Emir Kazım Mirze (1853-1920) 
Emir Kazım Mirze Gacar kam in Şuşa auf die Welt. Er stammt aus der Gacar-Sippe und schloss das Tiflis-Gymnasium ab. Er absolvierte die Kavallerieschule von Petersburg. 1871 diente er in der russischen Armee im Kaukasus. Nach Gründung der Volksrepublik Aserbaidschan (1918) wurde er berentet, stellte jedoch an den Verteidigungsminister Semed Bey Mehmandarov einen Antrag und wollte freiwillig den Militärdienst antreten. S. Mehmandarov wurde mit Beschluss vom 18. Dezember 1919 zum Kommandant der Stadt Gence.
Während der Invasion der Sowjetunion wurde er von den Bolschewisten erschossen.

Haşım Bey Vezirov (1868-1916) 
Haşım Bey Vezirov kam in Şuşa auf die Welt. Er war einer der führenden Pädagogen, Journalisten und des Presse- und Kulturlebens, Journalist, Dramaturg und Übersetzer. Vor Gründung der Volksrepublik Aserbaidschan nahm er an der Ausbreitung des nationalen Gedankens teil. Er führte die Propaganda dieser Bewegung zur Ausbreitung des nationalen Gedankens.

Hudadat Bey Melik-Aslanov (1879-1935)
Hudadat Bey Melik-Aslanov  kam in Şuşa auf die Welt. Er war einer der bekannten Staatsleute der Volksrepublik Aserbaidschan (1918-1920) und Parlamentarier. Er war Ingenieur. H. Melik-Aslanov war Ingenieur für Eisenbahnwesen, der erste Professor von Aserbaidschan im Bereich technischer Wissenschaften. 1904 schloss er die Universität von St. Petersburg erfolgreich ab. H. Melik-Aslanov war Mitglied des aserbaidschanischen Parlaments und wurde im Juni 1919 zum ersten Sekretär des Direktors des staatlichen Verteidigungskomitees ernannt.

Lütfeli Bey Behbudov (1879-1918) 
Lütfeli Bey Behbudov kam in der Ortschaft Şuşa, im Dorf Üçoğlan auf die Welt. Da er an den Protesten von 1899 teilnahm, wurde er vom Technologieinstitut von Petersburg exmatrikuliert, nahm kurze Zeit später sein Studium wieder auf. L. Behbudov war Mitglied der „Difai-Partei“, das Parlaments von Transkaukasien („Gruppe der demokratischen Unparteiischen“). Er nahm an den Aktivitäten der Stiftung „Nicat“ teil.
Lütfeli Bey Behbudov wurde in Şuşa von armenischen Taschnacks während deren Genozids getötet.

Mirze Adıgözel Bey Karabaği (Ende des 18. Jahrhunderts - 1848)
Mirze Adıközel Bey Karabaği kam in der Stadt Şuşa auf die Welt. Nach Angriff von Khan Mehemmed Gacar in Karabach flüchtete er mit seiner Familie nach Georgien. In Georgien war er in der Armee der Russen. Nach seiner Rückkehr nach Karabach arbeitete er im Palast von Khan Mehdigulu Cavanşir.
Als der Khan in den Iran flüchtete, wurde er vom Kommandanten zum mahal naibi ernannt. M. Karabaği hat 1736-1828 das Werk „Über Karabach“ geschrieben, dass von den politischen Entwicklungen in Karabach berichtet.

Hosrov Bey Sultanov  (1879-1947)
Hosrov Bey Sultanov, der erste Verteidigungsminister der Volksrepublik Aserbaidschan, kam in der Ortschaft Laçın, im Dorf Kürdhacı auf die Welt.  Er beendete das Gymnasium von Gence ab und studierte in Odess Medizin.
H. Sultanov war einer der 26 Politiker, die am 28. Mai 1918 in Tiflis im Namen des aserbaidschanischen Nationalrates den Beschluss zur Gründung der Volksrepublik Aserbaidschan unterzeichnete. Am Tag der Gründung der Volksrepublik Aserbaidschan wurde er zum Minister der ersten Regierung (28. Mai 1918-11. Juni 1918). Er war Mitglied der Transkaukasien-Gruppe und des aserbaidschanischen Parlaments.
1923 begann das Auswanderungsleben von General Hosrov Bey Sultanov. Er lebte in der Türkei, im Iran und danach in Frankreich und Deutschland. Er arbeitete an der Universität für Medizin in Deutschland als Professor. 1936 kehrte er in die Türkei zurück und lebte in der Stadt Trabzon.


Mir Hasan Vezirov (1889-1918) 
Mir Hasan Vezirov kam 1889 in der Stadt Şuşa auf die Welt. M. Vezirov war Staatsmann und einer der 26 Bakukommissare.
Er beendete in Şuşa die Realschule. 1915 immatrikulierte er am Handelsinstitut Kiew. M. Vezirov war Lehrer in Baku. Anfang 1917 wurde er vom Revolutionskomitee nach Şuşa versetzt. Nach ein paar Monaten der Beschäftigung im Revolutionskomitee kehrte er nach Baku zurück. Er war Kommissar für Boden in der Regierung Baku-Kommune von 1917.

Neriman Bey Nerimanbeyli (1889-1937)
Neriman Bey Nerimanbeyli Kam in Şuşa auf die Welt. Er nahm aktiv an der nationalen Unabhängigkeitsbewegung Aserbaidschans teil. Er war Parlamentarier in der Volksrepublik Aserbaidschan und Staatsmann. Da seine Familie nach Jerewan auszog, ging er auf das Jerewan-Gymnasium. Er studierte an der Universität von Moskau, im Fachbereich Physik und Mathematik, später an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Harkiv. 1937 wurde er aufgrund der Auflösungspolitik Stalins getötet.

Süleyman Vezirov, Sohn von Azad (1910-1973) 
Süleyman Vezirov studierte in Şuşa. 
S. Vezirov studierte zwischen 1928-1932 im polytechnischen Institut von Aserbaidschan  im Fachbereich Bergbau. S. Vezirov hat als Ingenieur in den Erdölfeldern von Pirallahı, Lök-batan, Karaçuhur gearbeitet. Er wurde 1954 zum ersten Erdölminister.
S. Vezirov war 1958 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der Aserbaidschanischen SSR. 1959 war er Vorsitzender des Volkswirtschaftskomitees der Aserbaidschanischen SSR. Er war als die „Nummer Eins“ der Erdölbranche seiner Zeit bekannt.

Aslan Vezirov, Sohn von Ferhad (1910-1987)
Aslan Vezirov kam in der Ortschaft Berde, im Dorf Zümürhaç auf die Welt. Er schloss 1927 die Militärschule von Transkaukasien ab. Zwischen 1928 und 30 ging er als Ingenieur auf die Militärschule von St. Petersburg und Moskau. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil. 1945 wurde er zum Helden der Sowjetunion gekürt. Ab 1965 war er bis zu seinem Lebensende Vorsitzender des Komitees der Kriegshelden von Aserbaidschan. A. Vezirov war auch Vorsitzender des Komitees der Kriegshelden der Allianz in Baku.

Helil Memmed oğlu  Memmedov (1916-1989)
Helil Memmedov kam in der Stadt Şuşa auf die Welt. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil. Er wurde zum Helden der Sowjetunion gekürt.
H. Memmedov war zwischen 1957 und 1965 stellvertretender Innenminister der Aserbaidschanischen SSR und Innenminister. H. Memmedov war später Direktor des Ministerrates der Aserbaidschanischen SSR, Vorsitzender des Sportkomitees, angebunden an den Ministerrat der Aserbaidschanischen SSR. Er war ferner Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, des Oberen Sowjets der Aserbaidschan SSC. H. Memmedov wurde mit der „Roten Flagge“, dem „Aleksandr Nevski-Preis“, der „Roten Flagge der Arbeit“, dem „Roten Stern“, dem „Ehrenorden“ ausgezeichnet.

Nizami Keykavus oğlu Behmenov (1948-2008)
Nizami Behmenov  kam in Şuşa auf die Welt. Er arbeitete zu Beginn im Bauwesen. Er wurde Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation „Gemeinschaft der Republik Aserbaidschan der Autonomen Republik Bergkarabach“.
N. Behmenov war ab 1992 bis zu seinem Lebensende Vorsitzender der Kreisverwaltung von Şuşa (Landrat). 2008 wurde er mit dem Orden „Berühmtheit“ ausgezeichnet.



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